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Niederjossa 1890 – 1893

Lehrer Schwarz berichtet:

 

Ostern 1890 wurden 17 Kinder konfirmiert und 15 aufgenommen. die Schülerzahl beträgt 109.

 

Vom 1. Juli 1890 an wurde auch das sogenannte Holzgeld aufgehoben. Jeder Schüler mußte bisher an den Lehrer 66 Pfennig, die Kinder von Einliegern oder Beisitzern 1 Mark pro Winterhalbjahr zahlen. Von da an bekommt der Lehrer eine feste jährliche Vergütung von 75 Mark und 40 Pfennig aus der Gemeindekasse.

 

Ostern 1891 wurden 13 Kinder konfirmiert und 12 Kinder aufgenommen. Schülerzahl 107.

Im September fand die jährliche Schulinspektion statt.

 

Ostern 1892 wurden 14 Kinder konfirmiert und 13 aufgenommen. Schülerzahl 103.

Herr Oberschulinspector Pfarrer Mosbach zu Hersfeld legte am Schluss des Jahres 1892 sein Amt als Kreisschulinspekteurs nieder. An seine Stelle trat Herr Pfarrer Gerlach zu Niederaula.

 

Ostern 1893 wurden 14 Kinder konfirmiert und 18 aufgenommen. Schülerzahl: 105.

Vom 1. April 1893 ab sind die Gebühren für Trauungen und Taufen abgelöst und bekomme ich dafür aus der Gemeindekasse eine jährliche Vergütung von 7 Mark und 28 Pfennigen.

Vom 20. März bis Mitte Juli 1893 hat es sehr wenig geregnet. Die Folge davon war, daß große Trockenheit eintrat. Die Heuernte betrug im Durchschnitt nur 1/6 von einer Mittelernte. Auf den Schulwiesen war der Ertrag noch weniger. Vielleicht nur 1/30. Der Preis des Rindviehes fiel ganz besonders. Für eine gute Kuh bot man 40 Mark. Es sollen sogar an manchen Orten Kühe für 20 Mark verlangt worden sein. Nachdem Mitte Juli ausgiebiger Regen eintrat, haben die Kartoffeln Aussicht gut zu werden. Die Haferernte wird knapp, kaum die Hälfte als sonst. Roggen und Weizen waren gut geblieben. Der Körnerertrag ist sehr gut, das Stroh aber kurz.

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